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Land fördert die Vermittlung alleinerziehender Frauen in Ausbildung

Sachsen-Anhalt. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt alleinerziehende Frauen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dafür investieren das Land und die Europäische Union bis 2013 rund 1,6 Millionen Euro in die Maßnahme "Ausbildung Alleinerziehender". Sie soll junge Mütter unter 27 Jahren ohne Berufsausbildung dazu ermutigen, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren.

Die Staatssekretärin im Sozialministerium, Beate Bröcker (SPD) sagte dazu: "Alleinerziehende und deren Kinder sind in besonderem Maße auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angewiesen. Um das Armutsrisiko zu senken sind vor allem Arbeit und eine gerechte Entlohnung nötig. Durch den Abschluss einer Berufsausbildung sollen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht und ein selbst bestimmtes Leben gesichert werden. Das geht aber nur, wenn das Kind betreut werden kann. Hier setzt das Land auf sein bundesweit vorbildliches System der Kinderbetreuung und Kinderförderung. Kernelement dabei ist der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung von der Geburt an bis zum Abschluss der sechsten Schulkasse. Wir setzen alles daran, dass aus materieller Armut keine Bildungsarmut wird. Kinder aus Elternhäusern mit wenig Geld dürfen nicht ausgegrenzt werden."

Zurzeit laufen zwei Projekte in Halle (Saale) und Magdeburg. Deren Ziel ist es, 105 Teilnehmerinnen in eine Ausbildung zu vermitteln. Bisher nehmen 59 junge Mütter an den Projekten teil. Für 13 Frauen wurde bereits ein Ausbildungsplatz gefunden. Neben der Suche nach dem geeigneten Ausbildungsplatz werden die Teilnehmerinnen in Praktika auf die Ausbildung vorbereitet. Auch die soziale Begleitung und Betreuung sind Bestandteile des Projektes.

Die Maßnahmen starteten am 1. August 2009 und laufen drei Jahre. Drei weitere Vorhaben sollen noch im Jahr 2010 anlaufen, um weiteren 165 Frauen zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen. Darüber hinaus fördert das Wirtschaftsministerium ein Projekt, in dem neben jungen Eltern und Schwangeren auch Alleinerziehende bis 30 Jahre bei der Aufnahme sowie bei der erfolgreichen Absolvierung ihrer Ausbildung oder ihres Studiums unterstützt werden. Eine Fachtagung des Sozialministeriums im Oktober 2010 soll auf die Situation der Alleinerziehenden aufmerksam machen und Lösungswege finden.


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